Diagnostik der Unfruchtbarkeit

Diagnostik der Unfruchtbarkeit

Die Fruchtbarkeitskontrolle eines Paares ist ein komplexer Prozess, der seine eigenen Regeln hat und dazu beiträgt, den wahren Grund für die Unfruchtbarkeit aufzudecken.

Nach dem die Ursache festgestellt wurde, wird für jeden Patienten eine individuelle Behandlung ausgewählt. Manche Fälle sind diagnostisch einfacher, während andere eine komplexe und aufwendige Untersuchung erfordern.

Durch das Auswerten vieler verschiedener Untersuchungen sind wir in der Lage uns einen komplexeren Überlick über mögliche Ursachen der Unfruchtbarkeit zu verschaffen.

Wie fängt man an?

Wir schlagen immer vor das Paar – sowohl Mann als auch Frau – zu untersuchen, um die Ursache zu finden.

Die Erstuntersuchung des Mannes ist sehr simpel und schnell (Spermiogramm).

Die Grunduntersuchung der Frau erfolgt durch eine gynäkologische Untersuchung durch einen Spezialisten und eine Blutanalyse.

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Diagnoseverfahren für die Untersuchung der Männer

Analyse von Spermiogrammen – einfach oder gründlich (für pathologische Werte)
Falls die Ergebnisse der Spermiogramme pathologisch sind, sind folgende Untersuchungen erforderlich:

Hormonale Untersuchung

Genetische Untersuchung

Spermienflusstest – Untersuchung der Spermien bezüglich Akrosom-Intaktheit, intrachromosomales Protein, Lebenszyklus der Spermie

Immunologische Untersuchung

Diagnoseverfahren für die Untersuchung der Frauen

Gynäkologische Tastuntersuchung – routinemäßige Untersuchung zur Bewertung der Organe des kleinen Beckens.

Ultraschalluntersuchung des kleinen Beckens
Die Grunduntersuchung umfasst das Durchführen einer transvaginalen oder abdominalen Ultraschalluntersuchung des kleinen Beckens (Uterus, Eierstöcke und ihre Umgebung) unter Beachtung des Menstruationszyklus. Mit einer Ultraschalluntersuchung kann man die Größe und Form des Uterus, das Vorliegen von pathologischen Fomationen (Myome), Höhe und Qualität des Endometriums einschätzen. Es bietet Informationen über den Zustand der Eierstöcke, das Follikelwachstum, das Vorhandensein von Zysten und in manchen Fällen über eine Endometriose.

Hormonale Untersuchung
Eine Blutanalyse während des 2.-4. Tages der Menstruation liefert uns Informationen über den Zustand der Eierstöcke, deren Fähigkeit eine ausreichende Anzahl an Eizellen zu produzieren und eine mögliche Antwort auf eine Stimulationsbehandlung.
Das Level follikelstimulierender Hormone (FSH), luteinisierender Hormone (LH) und Anti-
Müller-Hormone (AMH) werden als Basisindikatoren der ovariellen Reserve untersucht. Ein wichtiger Teil der hormonellen Untersuchung ist das Bestimmen des Prolaktinwertes (PRL) und der Schilddrüsenhormone (TSH, FT3, FT4).

RTG Untersuchung des Uterus und der Eileiter
Hysterosalpingographie (HSG) – veraltete Untersuchung, wird heutzutage fast nicht mehr durchgeführt.

Ultraschalluntersuchung des Uterus
Es ersetzt die HSG. Dabei wird das Kontrastmittel bei der Ultraschallkontrolle in der Gebärmutterhöhle eingesetzt, während dessen Eindringen in die Eileiter beobachtet wird. Dies wird HyCoSy (Hystero-Kontrast-Salpingographie) genannt.

Hysteroskopie
Die Hysteroskopie ist eine Methode, die eine Visualisierung der Gebärmutterhöhle und das Durchführen verschiedener Eingriffe in der Gebärmutterhöhle und dem Gebärmutterhals ermöglicht (Schleimhautbiopsie, Entfernen von Polypen oder Verwachsungen, etc.) Die Untersuchung wird mit speziellen Geräten durchgeführt – Hysteroskop. Die Hysteroskopie ist entweder diagnostisch, ohne Anästhetika, oder chirurgisch mit Narkose möglich.

Laparaskopie
Die Laparaskopie ist eine Untersuchungsmethode, die eine Analyse der Bauchhöhle und der Tubendurchgängigkeit ermöglicht. Sie ist eine Methode der sogenannten minimalen-invasiven Chirurgie – es ist möglich mit speziellen Geräten und wenigen Einstichen die Gebärmutterhöhle sichtbar zu machen und die gewünschten chirurgischen Operationen durchzuführen, ohne die Bauchhöhle öffnen zu müssen. Laparoskopie ist diagnostisch oder eine Behandlungsweise, die beide eine Narkose benötigen.

Genetische Untersuchung
Es handelt sich um eine Chromosomenuntersuchung mit besonderer Technik, die uns Informationen über die Genetik des Patienten liefert. Anormale Befunde könnten ein Grund für die Unfruchtbarkeit sein, können zum Scheitern der Behandlung und oft zu wiederkehrenden Fehlgeburten führen. Männer mit pathologischem und genetischem Befund können an Störungen der Spermaproduktion oder –entwicklung leiden.

Immunologische Untersuchung
Die immunologische Untersuchung ist eine weitere wichtige Kontrolle der Frau. Dabei werden Sperma, Eizellen, Embryo und Antiphospholipid-Antikörper untersucht. In manchen Fällen (bei habitueller Abortneigung, wiederholt erfolgloser Behandlung, etc.) wird die Zellenimmunität überprüft.

Die Behandlung mit klassischen Methoden oder dem IVF-Verfahren kann nach der Diagnose der Unfruchtbarkeitsursachen eingeleitet werden.

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