Unfruchtbarkeitsbehandlung

Unfruchtbarkeitsbehandlung

Behandlungsmethoden

Während der Behandlung gehen wir von einfachen Methoden (zeitlich festgelegter Sex, intrauterine Insemination - IUI) über zu erweiterten Methoden (IVF, ICSI, PICSI, etc.).

Ausnahmen sind, wenn wir problematischere Pathologie im Ergebnis des Spermiogramms oder blockierte Eileiter feststellen, falls eventuell die Frau oder der Mann im höheren Alter sind. In diesem Fall ist eine Befruchtung ohne die modernen IVF-Verfahren sehr unwahrscheinlich. Hinzukommt, dass durch das Verlängern der weniger effektiven Behandlungsmethoden die Patienten älter werden. Die Chancen durch das IVF-Verfahren schwanger zu werden, sinken rapide nach dem 35. Lebensjahr.

Ovulationsinduktion

Ovulationsinduktion ist eine Wachstumsunterstützung der Reifung in den Eileitern für eine anschließende natürliche Befruchtung. Hauptsächlich wird sie bei Frauen mit anovulatorischen Zyklen angewandt, wenn es zu einem irregulären Verlust einer reifen Eizelle kommt. Für die Stimulation der Eierstöcke verwenden wir verschiedene Medikamente – auf hormoneller oder nicht-hormoneller Basis. Das meist verwendete Medikamt ist Clomiphencitrat (Clostilbegyt, Clomhexal). Eine Ultraschallkontrolle während der Stimulation verschafft einen Überblick über die Anzahl der Follikel in den Eierstöcken, wo sich die Eizellen entwickeln. Außerdem wird die Beschaffenheit und Höhe des Endometriums bewertet. Die mit dieser Methode verbundenen Risiken sind minimal – mit Ausnahme bei einer Mehrlingsschwangerschaft und den damit eventuell verbundenen Komplikationen.

Intrauterine Insemination (IUI)

Intrauterine Insemination ist die einfachste Methode der assistierten Reproduktion. Durch den Einsatz von Stimulanzien werden 2-3 Eizellen für die Reifung stimuliert. Für die Stimulation werden für gewöhnlich Clomiphencitrat-Pillen oder Injektionen von Gonadotropinen verabreicht.
Die Beobachtung der Behandlung erfolgt durch Ultraschallmessungen der Follikel, die größer als 18 mm sind. Das Ziel der IUI-Behandlung ist, das Wachstum und die Reifung so vieler Follikel wie möglich (min. 1-3) zu stimulieren.
Wenn die Follikel die gewünschte Größe erreicht haben, führen wir eine hCG-Injektion durch, die die Ovulation einleitet.
Am gleichen Morgen der IUI-Behandlung liefert der Partner die Spermaprobe, welche dann für die Insemination vorbereitet wird. Die kürzlich gesammelte Spermaprobe wird gereinigt und konzentriert. Der Arzt benutzt einen dünnen Katheter, um das preparierte Sperma in die Gebärmutterhöhle zu injizieren. Das ist ein ambulanter, einfacher und schmerzfreier Eingriff (ohne Anästhetika).
Diese Behandlungsmethode ist geeignet für den Fall eines immunologischen Zervikalfaktors oder einer ungeklärten Sterilitätsherkunft, falls alle Untersuchungen ohne Norm sind und eine spontane Schwangerschaft erfolglos bleibt. Manchmal wird diese Methode verwendet, falls das Spermiogramm Grenzwerte aufweist. Die weltweite Erfolgsrate der IUI-Behandlung liegt innerhalb einer 8-10% Spanne pro Zyklus.
Der Vorteil der IUI-Methode ist, dass weder Eizellen gesammelt noch Anästhetika verwendet werden müssen.
Vor der IUI-Behandlung ist es erforderlich, sich einer Untersuchung der Unfruchtbarkeitsursache zu unterziehen. Studien haben bewiesen, dass diese Methode ineffektiv ist, falls die Spermien des Partners eine niedrige Konzentration oder eine schlechte Form besitzen.
Frauen mit Ovulationsstörungen können nur eine IUI-Behandlung durchführen lassen, wenn ihre Reaktion auf die Stimulation ausreichend ist. Eine hormonale Behandlung stimuliert die Ovulation, während die IUI-Behandlung an die Ovulationszeit angepasst ist. Hormonelle Stimulation wird gewöhnlich bei Frauen ohne Ovulationsstörungen angewandt.
Falls es nicht möglich ist das Sperma des Partners zu verwenden, ist eine Insemination mit Spendersamen (AID) möglich, wenn das Sperma eines gründlich untersuchten anonymen Spenders benutzt wird.
Es ist erforderlich das Recht und die Gesetzgebung der Tschechischen Republik zu befolgen. Laut diesen Bestimmungen ist das Verwenden frischer Spermaproben von anonymen Spendern zur Insemination verboten. Alle Spermaproben müssen getestet, eingefroren und gelagert werden. Nach dem der Spender ein halbes Jahr negativ auf Infektionen getestet wurde, kann die Probe für eine Insemination verwendet werden.
Paare können mehrere IUI-Zyklen durchlaufen und falls es erfolglos bleibt, schlägt der Arzt normalerweise eine effektivere Behandlungsmethode vor – die In-vitro-Fertilisation (IVF).

Minimale IVF Stimulation

Eine minimale Anregung der Eierstöcke ist bei Frauen beabsichtigt, die keine klassische IVF Stimulation vollziehen möchten. Zur Stimulation werden Clomiphencitrat-Pillen zusammen mit einer kleinen Dosis von Injektionsmedikamenten verwendet, welche aus den klassischen IVF-Zyklen bekannt sind. Die Befruchtung der Eizelle wird durch die Methoden ICSI, IMSI oder PICSI erreicht. Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft ist aber deutlich geringer als bei einem klassischen IVF-Zyklus, obwohl fast kein Risiko eines OHSS (Ovarielles Hyperstimulationssyndrom) besteht und die Kosten der IVF-Stimulation geringer sind.

Meistens wird die minimale IVF-Stimulation in folgenden Fällen angewandt:

  • Die vorherige Stimulation wurde durch das Ovarielle Hyperstimulationssyndrom (OHSS) erschwert.
  • Frauen mit dem Polyzystischen Ovar-Syndrom (PCO-Syndrom).
  • Nach wiederholtem Scheitern einer Unfruchtbarkeitsbehandlung mit den klassischen IVF- und ET-Methoden
    Falls die Frau Angst vor den negativen Effekten einer hormonalen Stimulation hat.
  • Wenn es nötig ist die Kosten der Behandlung zu reduzieren, auch wenn die Erfolgschancen geringer sind.

Moderne Methoden der Reproduktionsmedizin:

In-vitro-Fertilisation (IVF)
ICSI
IMSI
PICSI
PrimoVision Embryobeobachtung
Superiore Kultivierung
Blastozystenkultivierung
Assisted hatching (,,Schlüpfhilfe’’)
Kryokonservierung und Transfer des kryokonservierten Embryos
Gespendete Keimzellen und Embryos

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