Ursachen für Unfruchtbarkeit

Ursachen für Unfruchtbarkeit

Bei manchen Paaren hängt die Unfruchtbarkeit nur mit einem Faktor zusammen (geringe Spermienzahl, verschlossene Eileiter), bei anderen ist es eine Kombination dieser Probleme.

Trotz all der modernsten Diagnoseverfahren, ist es bei schätzungsweise 10-15% der Paare nicht möglich die Ursache für die Unfrachtbarkeit zu bestimmen.
Die Basis für eine erfolgreiche Behandlung ist eine möglichst genaue Diagnose.

Männlicher Faktor der Unfruchtbarkeit

In den letzten 20 Jahren ist die Rate der Männer mit beeinträchtigten Paramtern bei einem Spermiogramm angestiegen.
Die männliche Unfruchtbarkeit resultiert aufgrund von Entzündungen, Operationen, Verletzungen, onkologischen Behandlungen, Suchtmitteln, Steroiden, der Aufnahme von giftigen Substanzen.
Der männliche Faktor verschlechtert sich allmählich und macht heutzutage 50 % der Unfrachtbarkeit aus.

Störungen der Spermien lassen sich aufteilen in:

Geringe Spermienanzahl (Oligospermie) – weniger als 15 Mio. Spermien pro 1 ml Ejakulat

Kryptospermie – weniger als 1 Mio. Spermien pro 1 ml Ejakulat

Schwache Spermienbeweglichkeit (Asthenospermie) – Spermien sind nicht in der Lage die Eizelle zu erreichen

Schlechte Spermienform (Teratospermie) – aufgrund des pathologischen Zustands können die Spermien nicht in die Eizelle eindringen

Sexuelle Störungen – Probleme bei der Ejakulation oder Impotenz (ungenügende Erektion)

Genetische Störungen – Chromosenstörungen

Weiblicher Faktor der Unfruchtbarkeit

Ovarialfaktor (Die Ursache sind die Eierstöcke) – meist verursacht durch hormonelle Störungen. Follikel können in den Eierstöcken nicht reifen und es kommt nicht zum Eisprung (Ovulation).
Mit zunehmendem Alter (nach dem 35. Lebensjahr) sinken, physiologisch gesehen, die Qualität und die Anzahl der Eizellen. Ihre Anzahl ist nach der Geburt am größten und stabilisert sich während der Pubertät. Nach der Pubertät haben gesunde Frauen 350-400 Eizellen in ihren Eierstöcken. Dann werden keine neuen Follikel gebildet.

Tubarianer Faktor – mechanische (anatomische) Form der Sterilsation. Es wird verursacht durch die Behinderung einer oder beider Eileiter (meist bei Frauen mit gynäkologischen Entzündungen oder mit Endometriose), Entwicklungsstörungen oder fehlende Eileiter.

Uteriner Faktor – pathologische Formationen in der Gebärmutterhöhle (Polyp, Myom), Verwachsungen in der Gebärmutterhöhle (Asherman-Syndrom) oder Entwicklungsstörungen des Uterus (Septum, ungenügende Entwicklung des Uterus oder einer Hälfte). Diese Zustände werden chirurgisch behandelt, in wenigen Fällen medikamentös.

Endometriose – Verhalten der Endometriums, welches die Gebärmutterhöhle verlässt oder sich außerhalb davon bildet. Die Ursache dafür ist unklar. Es ist die meist diagnostizierte Erkrankung heutzutage. Manche Fachleute teilen sie den Zivilisationskrankheiten zu. Es verursacht eine Behinderung der Eileiter, Verwachsungen und kann immunologische

Mechanismen beeinträchtigen – all dies beeinflusst den Vorgang der Befruchtung und das Einpflanzen des Embryos auf negative Weise. Das Verhalten des Endometriums erzeugt Substanzen, die die Beweglichkeit der Spermien einschränkt.

Immunologischer Faktor – immunologische Antikörper behindern nicht nur die Beweglichkeit der Spermien, sondern führen auch zu Störungen des Befruchtungsprozesses und können die Entwicklung des Embryos negativ beeinflussen.

Genetische Störungen – Störungen bei Chromosomen oder der Genetik.
Der weibliche Faktor ist seit den letzten Jahrzehnten konstant und kommt zu 30% vor.

Kombinierter Faktor der Unfruchtbarkeit

Kombinationen all der oben aufgeführten Faktoren. Dieser Umstand tritt in 20 % der Fälle ein.

Die Basis für eine erfolgreiche Behandlung ist eine möglichst genaue Diagnose.

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